John Hartley/Jean Burgess/Axel Bruns (Hg.): A Companion to New Media Dynamics.

Malden/MA/Oxford: Wiley-Blackwell 2013. ISBN: 978-1-4443-3224-7. 520 S. Preis: € 151,10.

Rezensiert von Ramón Reichert

Der von den australischen Medienwissenschaftlern John Hartley, Jean Burgess und Axel Bruns herausgegebene Sammelband A Companion to New Media Dynamics präsentiert eine umfassende Standortbestimmung der rezenten New Media Analysis. Er erkundet dabei die heuristischen Herausforderungen, die angesichts der neuen Mediendynamik entstehen und versucht vor diesem Hintergrund die kulturellen Umbrüche der Medien des digitalen Zeitalters gesellschaftsdiagnostisch zu verorten.


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Till A. Heilmann/Anne von der Heiden/Anna Tuschling (Hg.): medias in res. Medienkulturwissenschaftliche Positionen.

Bielefeld: transcript 2011. (Medienanalysen: 6). 300 S. ISBN 978-3-8376-1181-6. Preis: € 29,80.

Rezensiert von Christine Ehardt

"In medias res" oder "medias in res", die bekannte Redewendung, deren sich auch die wissenschaftliche Rhetorik gerne bedient, will ohne Umschweife zur Sache kommen. Die rhetorische Figur steht seit Horaz' ars poetica für die Kunst, mitten in die Dinge hineinzublicken. Das in der Mitte Befindliche wiederum ist Grundlage der kulturwissenschaftlichen Definition von Medien. Genau dorthin blickt der Sammelband medias in res und lenkt den Fokus auf den aktuellen Stand der Grundlagenforschung medienkulturwissenschaftlicher Positionen. Anhand methodischer und theoretischer Leitlinien wie der Dekonstruktion, Diskursanalyse, Systemtheorie und Psychoanalyse werden exemplarisch kulturwissenschaftliche Medienforschungen aufgezeigt.


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Anikó Imre/Timothy Havens/Katalin Lustyik (Hg.): Popular Television in Eastern Europe During and Since Socialism.

New York/London: Routledge 2013. (Routledge Advances in Internationalizing Media Studies). ISBN 978-0-415-89248-3. 285 S. Preis: € 108,68.

Rezensiert von Nicole Kandioler

Dass man mit Tieren gut denken könne, behauptete Claude Lévi-Strauss 1962 in Le totémisme aujourd'hui (Paris: Presses Universitaires de France, S. 128) und entlarvte damit in seinem bahnbrechenden strukturalistischen Text den Totemismus als eine Fiktion, die, indem sie einer universellen klassifikatorischen Logik gehorcht, die Konstruktion des Verhältnisses von Kultur und Natur erst ermöglichte. In ihrer inhaltlich und wissenschaftspolitisch neue Maßstäbe setzenden Publikation greifen die beiden Herausgeberinnen und der Herausgeber – Anikó Imre, Timothy Havens und Katalin Lustyik – Lévi-Strauss' Pioniergeist und das Zitat auf, um es sich folgendermaßen anzueignen: "It would seem that old television is, to appropriate Lévi Strauss's now famous quote, good to remember with" (S. 5).


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