Jonas Nesselhauf/Markus Schleich (Hg.): Das andere Fernsehen?! Eine Bestandsaufnahme des 'Quality Television'.

Bielefeld: transcript 2016. ISBN 978-3-8376-3187-6. 303 S. Preis: € 39,99.

Rezensiert von Michael Fassel

Woran erkennt man eine qualitativ gute Serie? Diese Frage stellen sich sowohl das Publikum als auch Fernseh- und MedienwissenschaftlerInnen. Seit zwanzig Jahren dominiert der Begriff des sogenannten 'Quality Television' die fernseh- und medienwissenschaftliche Forschung. In dem von Jonas Nesselhauf und Markus Schleich herausgegebenen Sammelband nähern sich die AutorInnen dem Begriff kritisch und wissen diesen zugleich gewinnbringend für Einzelanalysen überwiegend amerikanischer Fernsehserien – wie beispielsweise Breaking Bad (2008–2013, AMC) – einzusetzen.


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Bernd Hüppauf: Fotografie im Krieg.

Paderborn: Fink 2015, ISBN 978-3-7705-5828-5, 372 S. Preis: € 29,90.

Rezensiert von David Krems

Seit die Fotografie technisch dazu in der Lage war, hat sie den Krieg begleitet. Das ist nun seit mehr als 150 Jahren der Fall. Fotografie im Krieg unternimmt am Ende des fotografischen Zeitalters eine Bestandsaufnahme, die sich in ihrer theoretischen Fundierung deutlich und erfreulich vom Gros der bisherigen Darstellungen zum Thema absetzt.


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Tobias Conradi: Breaking News. Automatismen in der Repräsentation von Krisen- und Katastrophenereignissen.

Paderborn: Fink 2015. ISBN 978-3-7705-5907-7. 343 S. Preis: € 34,90.

Rezensiert von Stefan Sulzenbacher

In seiner 2015 publizierten Dissertation untersucht Tobias Conradi die Wirksamkeit von Automatismen innerhalb Repräsentationen von Krisen- und Katastrophenereignissen in bundesdeutschen Nachrichtensendungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Anliegen seiner Arbeit ist es dabei nicht nur, jene Schemata, Stereotypen und journalistische Routinen herauszuarbeiten, durch die Krisen und Katastrophen repräsentierbar werden, sondern eben diese "diskursive[n] Automatismen" (S. 17) zudem einer kulturwissenschaftlich informierten Machtanalyse zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden televisuelle Berichterstattungen von ZDF (Heute Journal), ARD (Tagesthemen) und RTL (RTL Aktuell) zum Hurrikan 'Katrina', den London-Anschlägen sowie der verschwundenen Maschine des Fluges AF447 mittels einer Kombination aus Ansätzen der Cultural Studies, der Diskursanalyse und Aspekten von Akteur-Netzwerk-Theorien in den Blick genommen.


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